Windräder Klima Unsplash

Mit diesen Tipps wird dein CO2-Fußabdruck kleiner

Wer den eigenen CO2-Fußabdruck verringert, kann damit aktiv zum Klimaschutz beitragen – aber wie geht das ganz konkret im Alltag? Tanja Loitz berät bei der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online interessierte User zu Fragen des Klimaschutzes und zur Energieeffizient. Sie hat fünf praktische Tipps für wirksamen Klimaschutz mit uns geteilt. So könnt ihr ganz einfach Energie sparen.

 

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1. Zu Ökostrom und Biogas wechseln

Der Wechsel des Tarifs für Strom und Gas gehört zu den wirkungsvollsten Schritten. Das Beste daran: Beides dauert nur wenige Minuten. Den Stromanbieter kann in der Regel jeder Haushalt selbst auswählen. Mit echtem Ökostrom lassen sich im Schnitt 590 Kilogramm CO2 pro Person und Jahr vermeiden. Bei Erdgas ist auch oft ein Wechsel möglich: zum Beispiel als Eigentümer*in mit Zentralheizung oder als Mieter*in mit Gasetagenheizung. Echtes Biogas sorgt für 1.500 Kilogramm weniger CO2.

2. Smart lüften und heizen – und so Energie sparen

Richtiges Lüften ist entscheidend für weniger CO2. Stehen die Fenster häufig auf Kipp, geht viel Energie verloren – und es kommt nur wenig Frischluft in den Raum. Besser ist das Stoßlüften: Fenster weit öffnen, drei- bis viermal täglich, jeweils zwischen 5 und 30 Minuten. So kann man Energie sparen. Smarte Thermostate erleichtern richtiges Heizen. Sie erkennen offene Fenster und drehen die Heizung herunter. So rechnen sie sich schnell. Durch kluges Lüften und Heizen sinken die CO2-Emissionen um 340 Kilogramm.

Energie sparen

3. Warmwasser sparen

Mit weniger Warmwasser lässt sich erstaunlich viel CO2 vermeiden – und es ist wirklich einfach. Sparduschkopf und Durchflussbegrenzer mischen dem Wasser Luft bei. So läuft pro Minute deutlich weniger durch den Wasserhahn. Das zahlt sich vor allem beim Duschen und Händewaschen aus.  Besonders viel bringt es, wenn das Wasser mit Strom erhitzt wird, zum Beispiel mit einem elektrischen Durchlauferhitzer oder Boiler. 210 kg weniger CO2 sind so möglich.

Durchflussbegrenzer Foto Julia Axmann

4. Klimafreundlicher essen

Auch der Anteil der Ernährung am eigenen CO2-Fußabdruck wird häufig unterschätzt. Schon etwas weniger Fleisch vermeidet 470 Kilogramm CO2. Je weniger tierische Produkte wie Butter oder Milch verzehrt werden, desto besser. Wer sich vegan ernährt, kann für satte 1.010 Kilogramm weniger CO2 sorgen. Noch klimafreundlicher ist das Essen, wenn es regional und saisonal ist – und möglichst wenig davon im Müll landet.

 

5. Anders reisen

Fliegen verursacht oft am meisten Treibhausgase  – und das mit weitem Abstand: Einmal von Deutschland nach New York und zurück stellt mit 3.650 kg CO2 alles andere in den Schatten. Klimafreundlicher sind Reisen innerhalb Europas oder Deutschlands, Langstrecken mit Bus, Bahn oder Nachtzug. Wenn es ohne Auto im Alltag nicht geht, ist ein Elektroauto die bessere Wahl – optimalerweise mit Ökostrom oder Strom vom eigenen Dach.

Hauseigentümer*innen sollten außerdem folgende Big Points rund ums Haus prüfen, denn so lässt sich Energie sparen:

  • Photovoltaik aufs Dach: 1.200 Kilogramm CO2 weniger pro Person und Jahr
  • Heizungsrohre dämmen: 350 Kilogramm CO2
  • Fassade dämmen: 290 Kilogramm CO2
  • Heizung erneuern: 240 Kilogramm CO2

Text Tanja Loitz   Foto Julia Axmann, Unsplash   Abbildung CO2online