Bluehweide Christopher Hoff

Mit diesen Tipps sorgst Du selbst für mehr Biodiversität

Christopher Hoff hat Bluehweide.de mitbegründet. Über die Plattform können Privatpersonen Landwirte finanziell dabei unterstützen, Bienenweiden anzulegen. So tragen beide gemeinsam zu mehr heimischer Artenvielfalt bei. Auch zuhause kannst du für mehr Biodiversität sorgen – mit diesen fünf Tipps von Christopher Hoff.

Bluehweide Christopher Hoff

1. Buntes Bienenbuffet

Egal ob großer Garten oder kleiner Balkon: Für jeden Anlass gibt es Pflanzen, die Insekten als Nahrungsquelle dienen können. Wer ein Blumenbeet anlegen will, kann dafür zum Beispiel Schafgarbe, Lupinen, Malven oder Phacelia nutzen. Ackerbohnen, Brombeeren, Möhren oder Kürbisgewächse schmecken nicht nur Tieren gut, sie passen auch wunderbar in den Garten. Für den Balkon eignen sich eher Goldlack, Löwenmäulchen oder verschiedene Küchenkräuter, wie Salbei, Lavendel und Thymian.

2. Nistmöglichkeiten schaffen

Zusätzlich zum Nahrungsangebot ist es sinnvoll, den Insekten Möglichkeiten zum Nisten zu geben. Dafür eignen sich Haufen aus Steinen, Sand oder Totholz besonders gut. Die platzsparende Variante kann ein gekauftes Insektenhotel sein. Oft haben kleine Entscheidungen große Auswirkungen: ein Weg aus Kies oder Platten mit Fugen bietet den kleinen Tieren einen großen Mehrwert im Vergleich zu Beton.

3. Für Wasserstellen sorgen

Besonders an heißen Sommertagen brauchen Insekten eine Abkühlung – genau wie wir Menschen. Natürlich hat nicht jeder den Platz für einen eigenen Gartenteich. Die platzsparende Variante ist einfach umsetzbar: eine Vogeltränke oder ein anderes Behältnis gefüllt mit frischem Wasser, Steinen und Moos.

Durch Steine und Moos erreichen Insekten gefahrlos ihre Abkühlung. Optimal ist es, wenn Du das Behältnis in die Nähe von Blühpflanzen an einen sonnigen Platz stellst.

Bluehweide Christopher Hoff

4. Mut zur Unordnung

Steinwüsten und täglich gemähte Rasenflächen lassen keinen Spielraum für Biodiversität. Wer den Mähroboter für zwei Wochen in der Ecke lässt, wird sich wundern, welche Vielzahl an Pflanzen und Insekten zum Vorschein kommt. Tote Äste in der Hecke oder ein Komposthaufen sind echte Insektenmagneten.

5. Projekte in der Region unterstützen

Bienenweiden gibt es deutschlandweit – angelegt von Landwirten, Organisationen oder Gemeinden. Eine Unterstützung der Blühprojekte kann sich massiv positiv auf die Biodiversität auswirken. Jeder Quadratmeter hilft dabei, dass ein bundesweites Netzwerk aus ökologischen Vorrangflächen entsteht und somit die Artenvielfalt nachhaltig unterstützt.

 

Bluehweide Christopher Hoff

Zur Person
Christopher Hoff ist einer der Gründer von Bluehweide.de, einer Plattform zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt. Bevor er Agrarwissenschaften in Kiel studierte, machte er eine Ausbildung zum Landwirt.

Text und Fotos  Christopher Hoff, Bluehweide.de

 

Hier erfährst Du mehr über Christopher Hoff und die Plattform Bluehweide.de.