Werde Magazin - Florenz - Ökoprojekt Orti Dipinti

Von Sportplatz zum Ökoprojekt

Ein ehemaliger Sportplatz hat sich in einem öffentlichen Garten verwandelt. Hier zeigt Architekt Giacomo Salizzoni mit einem Ökoprojekt, wie man kommunalen Raum nachhaltig nutzen kann.

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Giacomo Salizzoni sprüht nur so vor Ideen. Der Zufall führte den Architekten zu seiner heutigen Wirkungsstätte, einem ehemaligen Sportplatz im Herzen der Stadt. „Du musst mich unterbrechen, sonst rede ich stundenlang weiter“, warnt er uns am Anfang des Gesprächs. Und  tatsächlich: Geht es um die Frage, wie man brachliegenden kommunalen Raum sinnvoll und ökologisch nutzen kann, dann hat der Mann sehr viel zu erzählen.

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Für das Projekt Orti Dipinti hat Giacomo ein Bewässerungssystem entwickelt,  aus Paletten Pflanzenkübel und Mobiliar gebaut und eine nachhaltige Toilette entworfen. Er experimentiert mit einer Wurmfarm zur Kompostierung, arbeitet mit Flüchtlingen und ehemaligen Drogenabhängigen und organisiert Sing- und Basteltage für Behinderte. Soziale Integration ist seine Mission. Früher habe er versucht, Stadtgärten über Guerilla-Aktionen zu etablieren, doch irgendwann sei er an seine Grenzen gestoßen. Jetzt holt er die Öffentlichkeit ins Boot. „Die Früchte gehören allen, der Boden aber niemandem.“ Dieses Zitat des Philosophen  Jean-Jacques Rousseau dient ihm als Credo.

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Kaufen kann man in seinem Garten nichts, es wird vielmehr getauscht. Die Finanzierung läuft über Spenden, und viele freiwillige Helfer unterstützen das Projekt. Nachdem er uns herumgeführt hat, sitzen wir noch gemeinsam in der Sonne und sind sicher: Mit Menschen wie Giacomo Salizzoni kann Florenz leicht eine weitere Renaissance erleben.

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Text (Ilona Marx)  Fotos (Thekla Ehling)