Nachhaltige Kindermode: Die schönsten Eco Labels

Ob umweltschonend produzierte Kinderschuhe von Kavat oder Baby- und Kindermode in hochwertiger Bio-Qualität: Wir stellen Eco Labels vor, die nicht nur Kinder froh machen, sondern bei Eltern für ein gutes Gewissen sorgen. Hersteller wie Bands of Rascals, Impfs & Elfs oder Orbasics produzieren umweltschonend, hautfreundlich und mit einem Blick auf Langlebigkeit. Die aufgelisteten Hersteller achten auf eine soziale und umweltverträgliche Produktion und zeigen, dass nachhaltige Kinderkleidung konventionellen Marken in nichts nachsteht. 

Übrigens: Gebrauchte Kinderkleidung weist die beste Ökobilanz auf – gepaart mit einer guten Hautverträglichkeit, da sämtliche Schadstoffrückstände im Laufe der Zeit rausgewaschen wurden. Bei guter Pflege können die meisten Klamotten problemlos weiterverkauft oder verschenkt werden. Warum also nicht mal einen Kinderkleidertausch-Nachmittag im Bekanntenkreis veranstalten?

BAND OF RASCALS


 

Band of Rascals macht gleich klar, für wen die Kleidung gedacht ist: Der Name bedeutet übersetzt so viel „Rasselbande“. Das Brand, das 2014 von Ex-BMX Profi und Vater Dirk Rosenthal gegründet wurde, ist für Jungs und Mädchen gedacht, die gerne herumtoben. Für echte Rabauken eben. Deshalb stellt das Label nicht nur Kleidung in Bio-Qualität her (jedes Kleidungstück ist GOTS-zertifziert), sondern achtet auch auf eine hochwertige Verarbeitung. Gestaltet wird in Deutschland, die Fertigung findet unter sozial verantwortungsvollen Bedingungen in Portugal statt. Die Kleidungsstücke sind in den Größen 92 bis 158 erhältlich. Vor allem die Jeans sind robust gefertigt – aus festem „15 Unzen Raw Denim“ – ein Material, das Stürzen und Rutschpartien mühelos trotzt. Die „(fast) unkaputtbaren“ Hosen wurden vom Öko-Test-Magazin 01/2017 als Testsieger unter 21 weiteren Jeans ausgezeichnet.

 

BOBO CHOSES



Kaum vorstellbar, dass Mütter- und Kinderherzen beim Anblick der Kindermode von Bobo Choses nicht höher schlagen: Das 2009 gegründete spanische Eco Label kreiert Kinderkleidung, die sich vor allem durch seine farbenfrohen, grafischen Prints auszeichnet. Kein Wunder, ist Gründerin Adriana Esperalda doch gelernte Grafikerin. Und dass ihr Arbeitsplatz in einer alten Spielzeugfabrik, nur zwei Häuserblocks vom Meer entfernt, entstehen, hilft den Ideen für ihre Kollektionen sicherlich. Zudem lässt sich die Designerin von Architekten und Künstlern wie Le Corbusier, Joan Miró, Sonja Delaunay und David Hockney inspirieren. Damit auch die Erwachsenen Freude an ihrem Einfallsreichtum haben, gibt es neben Kollektionen für Kinder und Babys auch Entwürfe für Frauen sowie hübsch illustrierte (Kinder-)Bücher und Magazine. Beinahe die gesamte Produktion findet in lokalen Manufakturen statt und für einen Großteil der Kleidungsstücke werden nachhaltige Materialien wie Biobaumwolle verwendet.

IMPS & ELFS


 

Die niederländische Kindermodemarke Imps & Elfs gibt es bereits seit über 20 Jahren. Das Label setzt sich für faire und umweltfreundliche Produktionsbedingungen ein und ist Mitglied der Initiative MADE-BY (mehr dazu in unserem Siegel-Guide). Viele der Kleidungsstücke sind GOTS- und/oder „Ökotex 100“-zertifiziert. Verarbeitet werden ressourcenschonende Rohstoffe wie Biobaumwolle. Unter den Rubriken „Essentials“, „Eat“, „Walk“, „Talk“ und „Jeans“ findet sich im Imps & Elfs-Onlineshop Mode für Babys und Kinder – darunter auch eine schlichte Unisex-Basis-Kollektion. Überhaupt zeichnet sich die Kleidung durch einen zeitlosen, zurückgenommenen Stil aus – ein Großteil ist unifarben gehalten. Die Größen reichen von 50 bis 164.

KAVAT


 

Das schwedische Label Kavat dürfte vielen ein Begriff sein. Die Marke setzt seit jeher auf Qualität, Design und Nachhaltigkeit und fertigt hochwertige Schuhe für Kinder (und Erwachsene). Über 50 Schuhmodelle des Herstellers sind mit dem EU-Ecolabel ausgezeichnet. Die Schuhe werden unter anderem aus chromfrei gegerbtem Leder und Naturkautschuk gearbeitet. Dabei wird auf einen hohen Tragekomfort, Atmungsaktivität sowie robuste und wasserabweisende Eigenschaften geachtet. Die Passformen sind so konzipiert, dass sie Kindern ein leichtes Raus- und Reinschlüpfen ermöglichen. Resultat ist ein ebenso formschönes, wie robustes und wind- und wetterfestes Schuhwerk. Das Angebot der nachhaltigen Kinderschuhe erstreckt sich von Gummistiefeln über Schnürschuhe und Sandalen bis hin zu Winterstiefeln und gemütlichen Hausschuhen aus Filz.

LITTLE MAN HAPPY


 

Das Berliner Label Little Man Happy produziert „geschlechtsneutrale Kleidung, die abenteuerlich, lustig, stilvoll und kreativ zugleich ist“. Philosophie des Labels ist es, Basics zu kreieren, die sich durch grafisches Designs und themenbezogene Kollektionen auszeichnen. So zieren beispielsweise verspielte Muster aus Chilischoten, Händen oder kleinen Robotern die Kleidungsstücke. Die beiden Label-Gründer sind selbst Väter und favorisieren deshalb nicht nur eine ansprechende Optik, sondern verwenden für ihre Kollektionen ausschließlich Biobaumwolle. Die fröhlichen Kinderkollektionen werden unter „Einhaltung ethischer Richtlinien“ in Portugal und Polen hergestellt.

MACARONS


 

Macarons wurde 2011 vom deutsch-französischen Ehepaar Kohlhoff als Baby- und Kindermodelabel ins Leben gerufen. Inzwischen hat sich das preisgekrönte Stuttgarter Brand, das 2013 mit dem WGSN Award als „Weltbestes Kindermode-Design-Team“ in London ausgezeichnet wurde, zu einer nachhaltigen Modemarke für die gesamte Familie entwickelt. Das Familienunternehmen setzt auf eine ganzheitliche nachhaltige Produktion – angefangen von der Verwendung zertifizierter Naturfasern (ohne Beimischung von Synthetik) bis hin kurzen Transportwegen und der Förderung von lokalem Handwerk. Macarons arbeitet mit deutschen Spinnereien und färbt seine Garne nach eigener Farbskala mit GOTS-konformen und bioerträglichen Farbstoffen. Die Namensgebung Macarons, eine Reminiszenz an das bekannte französische Gebäck, ist als Anspielung auf traditionelle Handwerkskunst sowie auf die farbenfrohen Designs der Textilien zu verstehen. Passend zum süßen Gebäck zeichnet sich das Design unter anderem durch Pastelltöne sowie durch einen spannenden Materialmix mit verspielten Details aus.

 

MAMIKREISEL

 

Mamikreisel

 

Viele Frauen, vor allem Mütter, kennen mit großer Wahrscheinlichkeit das Pendant zu Mamikreisel – den Kleiderkreisel. Bei Mamikreisel handelt es sich um den jüngeren Ableger der bekannten Onlineplattform. Wie der Name vermuten lässt, ist dieser auf Kindermode und Kinderzubehör spezialisiert. Statt gebrauchter Westernboots, Paillettenkleider oder Trenchcoats, bietet die Plattform mit der dazugehörigen App eine riesige Auswahl an Secondhand-Kindermode, gebrauchte Spielzeuge, Umstandsmode und Stillutensilien für Schwangere an. Ob kaufen, selber verkaufen oder tauschen, ist jeder Userin selbst überlassen. Fest steht: Mamikreisel dürfte die ideale Plattform für (werdende) Mütter sein. Denn Eltern können bekanntlich ihren Kindern dabei zusehen, wie sie aus ihren Kleidungsstücken rauswachsen.

Häufig kommen Baby- und Kindertextilien nur wenige Male zum Einsatz, bevor sich zu klein und buchstäblich unpassend für den Nachwuchs geworden sind. Und leider ist es immer noch so, dass viele junge Elternpaare gerade zur Geburt vom Bekannten- und Verwandtenkreis mit Kinderkleidung und Spielzeug nur so überhäuft werden. Dabei benötigen sowohl die Eltern und erst recht die Kinder in der Regel nur einen Bruchteil dieser Produkte. Weshalb sich auf Mamikreisel immer wieder auch neue, ungetragene oder ungenutzte Produkte finden. Neben Textilien gehören auch Kinderwagen, Buggies, Literatur für (werdende) Eltern und jede Menge weiteres Kinderzubehör zum festen Sortiment. Fazit: Nachhaltiger, ökofairer und gesünder für die Haut, als Secondhand-Mode kann Kindermode kaum sein.

MANITOBER


 

Hinter dem Hamburger Label Manitober verbirgt sich der gelernte Bekleidungstechniker Marcus Kraft, der sich zum Ziel gesetzt hat, ökologische, sozial verträgliche Kindermode zu produzieren und das gesamte Geschäftsmodell auf Nachhaltigkeit auszurichten. Ein Baustein dieser ganzheitlichen Philosophie ist die Transparenz der gesamten Manitober-Wertschöpfungskette. Für die langlebigen Produkte werden ausnahmslos natürlichen Fasern wie Baumwolle und Wolle aus bio-zertifziertem Anbau- oder Tierhaltungs-Methoden verwendet. Die Zusammenarbeit erfolgt mit europäischen Betrieben. Webetiketten und Einzelverpackungen sollen in naher Zukunft aus recyceltem Polyester hergestellt sein, darüberhinaus will das Label langfristig auf Kunststoffverpackungen verzichten. Eine Service-Leistung der besonderen Art: Manitober gibt ein lebenslanges Rücknahmeversprechen auf alle Artikel, außerdem werden Gutscheine für zurückgeschickte Kleidungsstücke vergeben.

MINIBÄR

Minibär

 

Minibär ist sozusagen die kleine Schwester des bekannten Versandhauses Waschbär. Das Freiburger Unternehmen ist ein Urgestein unter den Herstellern von Naturtextilien und hat in den neunziger Jahren Pionierarbeit geleistet, in dem es sich bereits 1987 auf den Vertrieb umweltgerechter und sozialverträgliche Produkte besonnen hat. Waschbär verfolgt laut eigener Aussage „strenge ökologische und soziale Standards“, setzt auf Transparenz und Aufklärung und veröffentlicht jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht. Die Kunden sollen nachvollziehen können, woher genau die Biobaumwolle stammt, unter welchen Umständen sie verarbeitet wird oder was Maulbeerseide eigentlich bedeutet. Viele der im Waschbär-Onlineshop erhältlichen Produkte sind zertifiziert – sowohl mit unabhängigen Siegeln wie GOTS, Fairtrade, Blauer Engel als auch mit hausinternen Siegeln wie Bio-Cotton, Bio-Wool und Bio-Silk.

Die Minibär-Kinder- und Babytextilien, die aktuell 10-jähriges Bestehen feiern, werden ausschließlich aus natürlichen und hautfreundlichen Materialien wie GOTS-zertifizierter Biobaumwollle, Schurwolle oder Bioseide hergestellt. Zudem verfügt die Minibär-Baby- oder Kindermode über smarte Funktionen – bestes Beispiel sind die mitwachsenden Trägerhosen oder die Mitwachsbodys und -Mützen zum Wenden. Eine umfangreiche Auswahl an Kinderzubehör und Spielzeuge findet sich hier selbstverständlich auch.

ORBASICS


 

Liebhaber schlichter, schnörkelloser Kinderbekleidung werden bei Orbasics fündig, denn der Name ist Programm: Das Label für nachhaltige Kindermode verzichtet ganz bewusst auf Prints und Verzierungen und setzt stattdessen auf Zeitlosigkeit. Das Brand wurde erst Anfang 2018 von der Berlinerin Lilija Bairamova im Zuge einer Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen. Auslöser, war die (erfolglose) Suche nach schlichter und nachhaltiger Kindermode für ihre eigene Tochter. Die auf neun Kleidungsstücke reduzierte Kollektion umfasst Hosen, Leggings, T-Shirts, Tanktops und Langarmshirts, die in unterschiedlichen Farben erhältlich sind. Sämtliche Produkte bestehen aus Biobaumwolle, sind nach GOTS-Standard zertifiziert und zu fairen Preisen über den Webshop zu beziehen.

 

SENSE ORGANICS


 

Das Frankfurter Label Sense Organics produziert bereits seit 18 Jahren Baby- und Kindermode in Bio-Qualität aus fairem Handel. Gründerin Kirsten Weihe-Keidel legt großen Wert auf Transparenz und Zertifizierungen – aus diesem Grund sind sämtliche Handelspartner SA 8000-, Fair Trade- und GOTS-zertifiziert. Für die Kollektionen werden natürliche Materialien verwendet, die frei von chemischen Belastungen und damit besonders gut für sensible Kinderhaut geeignet sind. Die langlebigen, hautfreundlichen und pflegeleichte Produkte gibt es als Indoor- und Outdoor-Bekleidung für Kinder bis sechs Jahren.

WIND-WETTER-ZEUG


 

Wind-Wetter-Zeug ist ein Label, das aus der Suche nach passender Kinderbekleidung entstand: Da es die perfekte Matschhose – nämlich eine, die atmet, sich angenehm auf der Haut anfühlt und ohne Plastik, Beschichtung und giftige Chemikalien hergestellt ist – nicht gab, kreierte Diplom-Modedesignerin Zora Heinicke kurzerhand eine eigene. Und zwar eine, die aus zertifizierter „Biobaumwolle, ohne Kunstfasern, Membranfolien, Gummi- oder PU-Beschichtung“ besteht. Schönes Detail: Jede Hose ist mit einer kleinen Geheimtasche versehen. Inzwischen haben sich zur atmungsaktiven, robusten und zugleich weichen „Bux“ eine wind-und wetterfeste Jacke, ein Jackenfutter, ein Stirnband sowie Pflegeprodukte gesellt. Gefertigt werden die Kleidungsstücke in kleinen Betrieben in Deutschland und Polen. Die Hose gibt es in drei verschiedenen Größen, Jacke und Futter sind in sechs Größen erhältlich. Übrigens ist das nachhaltige und innovative Label Gewinner des „German Design Awards 2018“.

Nachhaltige Kinderkleidung führen unter anderem auch die folgenden Hersteller aus unseren weiteren Guides für nachhaltiges Shopping:
Hessnatur
Veja
Vaude