Die zauberhafte Welt der Eiskristalle

Zart und vergänglich schweben Schneeflocken an klirrend kalten Tagen zur Erde. Wer genau hinschaut, entdeckt eine Welt geheimnisvoller Eiskristalle.

Text Susanne Siebel Foto Michael Peuckert Illustration Bernd Schifferdecker

 

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Ihre Reise beginnt in den Wolken. Wenn sich feinste Wassertröpfchen an winzige Staubteilchen hängen und gefrieren, entsteht als Grundform ein sechseckiger, plättchenförmiger Schneekristall. An seinen Ecken und Kanten lagern sich weitere Wassermoleküle an. So wächst der Kristall zu einem kunstvollen Gebilde heran, wird schwerer und schwebt als Schneeflocke zur Erde.

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Jede von ihnen ist ein Einzelstück, wie der „Schneeflockenmann“ Wilson Alwyn Bentley Ende des vergangenen Jahrhunderts entdeckte. Dem Amerikaner gelang 1885 die erste Fotografie eines Eiskristalls unter dem Mikroskop. Was er erblickte, verzauberte ihn. Sechseckige Sterne, sogenannte Dendriten, als häufigste Formen, manchmal sogar zwölfeckige Sterne. Auch zarte Nadeln, Plättchen, hohle Säulen und Prismen waren zu sehen. Am kunstvollsten erschienen jedoch Eiskristalle, die sich aus Stern und Plättchen zusammensetzen. Über 5000 Eiskristalle hat Bentley fotografiert, viele davon sind in seinem 1931 veröffentlichten Buch „Snow Crystals“ zu entdecken. Seine Fotoplatten sind heute im Besitz des Buffalo Museum of Science.

www.snowflakebentley.com

 

Sterne

Zu immer neuen Flockenformen verbindet sich die Wolkenfeuchtigkeit auf dem Weg zur Erde.

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Melange

Faszinierende Kunstwerke entstehen, wenn sich die Eiskristallformen von Plättchen und Sternen mischen.
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Plättchen

Als sechseckiger, plättchenförmiger Schneekristall zeigt sich die spätere Schneeflocke ganz zu Beginn.Werde Magazin Eiskristalle

Dendriten

Dendriten, sechseckige, fein ziselierte Sterne, sind die häufigsten Erscheinungsformen von Eiskristallen.

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Kategorien Natur