Gartenteich

Meine Grüne Oase

Wasser verwandelt unseren Garten in eine grüne Oase. Wer das Element zu gestalten weiß, tut sich und der Natur Gutes.

Text: Ralf Lilienthal Illustration: Alina Günter

Überdachter Balkon

Die Pflanzfläche überdachter Balkon ist ein janusköpfiges Wesen. Wir können, wie wir wollen, aber wir müssen auch – wässern nämlich! Kakteen gedeihen dort, ohne im Wolkenbruch zu ertrinken, ebenso gut wie die von uns intensiv gewässerte Brunnenkresse oder das immer durstige Kreuzkraut. Balkonpflanzen und in Abschwächung auch Zimmerpflanzen sind die Haustiere des Gärtners – 100 Prozent von seiner Wasserfürsorge abhängig.

Leitungswasser

Wer Regen-, Teich- oder gar Bachwasser anzapfen kann, darf sich glücklich schätzen. Von ungewollten zivilisatorischen Zugaben abgesehen, ist natürliches Wasser zumeist weicher, wärmer und insgesamt vitaler. In jedem Fall sollten wir unser Leitungswasser nach Wasserhärte und Kalkgehalt kennen und so sparsam wie möglich einsetzen. Hier hilft eine ganz allgemein geltende Regel: einmal Hacken erspart dreimal Gießen. Die Bodenoberfläche wird aufgebrochen und belüftet, Wasser gelangt besser zu den Wurzeln.

Gewächshaus

Was vom Balkon gesagt wurde, trifft natürlich auch für die Glasflächen zu, erweitert um unsere Verantwortung für die Atmosphäre, also für die Belüftung unserer Gewächshauskulturen. Wasserführung im Gewächshaus ist dann der kluge Wechsel zwischen gezieltem, individuellem Wassergeben, etwa mit einer langarmigen Saatenkanne, dem Herstellen einer Wuchs- und Keimatmosphäre mit hoher Luftfeuchtigkeit (gespannte Luft) und dem Zuführen von frischer, unter anderem Pilzbefall vorbeugender Luft.

Wassergraben

Wer keinen Platz für einen regelrechten, großen Teich hat, sollte über das Ausheben eines Wassergrabens nachdenken. Das geht so einfach, wie es sich anhört: eine rechteckige Fläche bestimmen, mindestens 60 cm tief ausheben, Teichfolie rein, mit Steinen auskleiden und bedecken, bepflanzen – fertig. Auch der Wassergraben ist zugleich pulsierender Lebensquell und eine Vogel- und Tiertränke, ein kluger treppenförmiger Zugang vorausgesetzt.

Vogeltränke

Hier scheiden sich neuerdings die Geister. Stellen kleine, sich schnell erwärmende Tränken ein Infektionsrisiko für Singvögel dar? Sollen wir ganz darauf verzichten? Wie oft muss man die zumeist steinernen Tränken reinigen? Bauen wir statt einer Vogeltränke eine Art Miniaturteich: eine in der Mitte tiefer ausgehobene, zu den Seiten flach auslaufende, etwa badewannengroße und -tiefe Mulde. Mit Folie ausgekleidet, durch sinnvoll eingebaute größere Felsbrocken abgestützt und mit Splitt bedeckt.

 

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