Antje Boetius

„Die meisten Menschen leben mit dem Rücken zum Meer“

Die Meeresbiologin Antje Boetius forscht bei arktischen Expeditionen  im Polareis oder ist im Unterseeboot in der Tiefsee unterwegs. Sie beschäftigt sich mit den Folgen des menschengemachten  Klimawandels und fordert schnelle Lösungen ein.  Die Menschheit müsse in dieser Krise zusammenstehen. Denn wir haben nur eine Erde.

Antje Boetius

Frau Boetius, Ihr Traumberuf als Kind war Piratin. Wie kamen Sie von der Seeräuberei auf die Meeresbiologie?
Antje Boetius  Ich habe als Kind alle Bücher verschlungen, die etwas mit dem Meer zu tun haben – und es gibt ja nicht so viele Romane über Meeresbiologen. Die meisten sind Piratenromane. Dass es Menschen gibt wie die Forscher Hans Hass oder Jacques Cousteau, die davon leben, die Ozeane zu entdecken und neues Leben auf der Erde zu finden, hat mich schon als Kind beeindruckt. Ziemlich früh auch die Tiefsee, wo niemand hinkommt außer im U-Boot wie Kapitän Nemo aus „20.000 Meilen unter dem Meer“. Ozeanentdeckerin sollte mein Beruf werden.

Ihre Leidenschaft für die See hat sicher auch mit Ihrem Großvater zu tun, der Seefahrer und Walfänger war, mehrere Schiffsuntergänge und den Absturz des Luftschiffes Hindenburg überlebte.
Antje Boetius  Wenn ich als Kind in den Ferien bei meinen Großeltern am Nord-Ostsee-Kanal zu Besuch war, hat mein Großvater stundenlang von seinen Erlebnissen erzählt. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurden die Seefahrer, die wie er in der Handelsschifffahrt oder als Walfänger arbeiteten, auf U-Boote, Zeppeline und Versorger verteilt. Er ging damals in die Zeppelinfliegerei, deswegen war er auch beim Hindenburg-Absturz dabei. Für meine Geschwister und mich waren seine Geschichten über den Walfang grausig, aber auch beeindruckend. Mein Großvater musste Geld verdienen und Erfahrungen sammeln, weil er Kapitän werden wollte. Irgendwann waren keine Wale mehr da, auch das gehört zur deutschen Geschichte, das sollten wir nicht vergessen.

„Wir kennen nur einen Bruchteil der Tiefsee, die fast 70 Prozent der Fläche der Erde einnimmt. Und damit auch nur einen Bruchteil des Lebens auf der Erde.“

Was genau zieht Sie bis heute an der Tiefsee an?
Antje Boetius Meine Neugier. Wir kennen nur einen Bruchteil der Tiefsee, die fast 70 Prozent der Fläche der Erde einnimmt. Und damit auch nur einen Bruchteil des Lebens auf der Erde. Dass wir wie an Land alle Gebirge erforschen, alle hundert Quadratkilometer Proben vom Boden nehmen und das Leben dort dokumentieren, davon sind wir noch weit entfernt. Seit wir Kameras in der Tiefsee haben und uns dort mit U-Booten fortbewegen, wissen wir, dass die Landschaft unter Wasser alle 50 bis 100 Kilometer eine andere ist, wie an Land.

Antje Boetius

Welchen Wesen begegnet man dort?
Antje Boetius  Ich selbst erforsche Mikroorganismen, das unsichtbare, kleine Leben, Einzeller, die einen Tausendstelmillimeter groß sind, und ihre Auswirkungen aufs Klima. Aber natürlich freue ich mich über zufällige Begegnungen, zum Beispiel mit riesigen Quallen oder selbstleuchtenden Tiefseefischen. Besonders gern beobachte ich Tiefseekraken, die wunderschön und sehr vielfältig in Form und Farbe sind. Viele Tiefsee-Oktopoden haben Haut zwischen den Armen. Wenn sie schwimmen, sieht es aus, als würden sie Ballett tanzen. Tiefseekraken sind außerdem sehr neugierig, manchmal setzen sie sich auf den Arm des U-Boots oder aufs Bullauge und gucken einen an.

„Aufgrund des hohen Drucks, der Dunkelheit und Kälte ist es so, dass wir in der Tat leichter ins All fliegen können, als in die Tiefsee tauchen.“

Was macht die Tiefsee so schwer zugänglich?
Antje Boetius  Man braucht ein Forschungsschiff und muss damit sehr weit hinausfahren. Die Tiefsee beginnt mehrere Hundert Kilometer von der Küste entfernt, zumindest im atlantischen Raum. Die Meere sind im Durchschnitt 3,8 Kilometer tief, dorthin kann man nicht mit Sauerstoffflaschen tauchen. Man braucht ein U-Boot oder Roboter. Aufgrund des hohen Drucks, der Dunkelheit und Kälte ist es so, dass wir in der Tat leichter ins All fliegen können, als in die Tiefsee tauchen.

Heute übernehmen meistens Tauchroboter die Erkundung der Tiefsee. Welche Vorteile hat also ein Tiefseetauchgang mit dem Unterseeboot?
Antje Boetius  Roboter sind natürlich praktisch, aber wenn man selbst mit dem U-Boot taucht, kann man sich in allen Dimensionen bewegen und bekommt ein viel komplexeres Bild von der Landschaft, als wenn man sie nur durch einen Bildschirm sieht. Ich sehe die Tiefsee als riesigen schwarzen Raum voller unbekanntem Leben und unbekannter Prozesse. Und gleichzeitig die fremden Spuren, die wir Menschen hinterlassen, in Form von Müll.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihren ersten derartigen Tauchgang?
Antje Boetius  Ich war mit dem französischen Forschungs-U-Boot Nautile im Mittelmeer. Mein Team und ich sollten die großen Schlammvulkane am Nilfächer vor Ägypten erkunden. Wir mussten vorsichtig sein, weil der Schlamm sehr locker war. Wenn das U-Boot zu nah an den Boden gekommen ist, hat es Schlammwolken ausgelöst, und wir konnten eine Weile nichts sehen, also haben wir uns ganz vorsichtig herangepirscht. Am Schlammvulkan ging gerade eine Schlammlawine ab, im Krater des Vulkans haben wir außerdem einen Salzsee gefunden.

Antje Boetius

Wie kann man sich die Arbeit auf einem Forschungs-U-Boot vorstellen?
Antje Boetius Sehr eng, aber für mich ist das okay, weil ich nicht besonders groß bin. In der Nautile haben zwei Piloten und ein Wissenschaftler Platz, der auf der Bank zwischen den Piloten liegt. Wenn man untertaucht, wird es ab ungefähr 600 Metern vollständig dunkel.

Wenn man das Licht ausstellt, sieht man ein bisschen Biolumineszenz, selbstleuchtende Lebewesen, im Mittelmeer aber nur sehr wenige. Sobald man am Boden ankommt, stellt man die Scheinwerfer an und orientiert sich erst einmal, bevor man die vorgegebene Strecke abfährt. Vor sich hat man das Bullauge, einen Laptop, auf dem man mitschreibt, was man sieht, und eine Kamera, mit der man Fotos macht.

Welche Landschaften entdeckt man in der Tiefsee?
Antje Boetius Die größte Fläche der Tiefsee besteht aus schlammbedeckten Tiefseeebenen. Auf den ersten Blick sehen sie ein bisschen öde aus, wie ein endloses Wattenmeer. Wenn man genau hinschaut, sieht man kleine Hügel, Löcher, aus denen es blubbert, und Spuren im Schlamm von Lebewesen, die dort leben oder vorbeigeschwommen sind. Alles ist voller Leben, wie auch im Wattenmeer.

Es gibt auch riesige Gebirge wie den mittelozeanischen Rücken, der die ganze Erde umspannt, Täler, Schluchten und Gräben. Wo es harten Untergrund gibt, also Krusten und Gestein, sitzen oft Korallen, Schwämme und andere Lebewesen, die fest angeheftet sind. In den Schlammwüsten sieht man eher bewegliche Lebewesen.

Seit 1993 haben Sie regelmäßig an Arktis-Expeditionen teilgenommen. Welche Veränderungen haben Sie dort wahrgenommen?
Antje Boetius 1993 hat es mit dem Eisbrecher Polarstern Wochen gedauert, bis wir in den sibirischen Meeren waren, so dick war das Eis. Knapp 20 Jahre später habe ich eine große internationale Expedition geleitet, die fast bis an den Nordpol ging, es war das Jahr mit dem größten Eisminimum aller Zeiten. Wir beobachten den Meereisschwund seit vielen Jahren, in dem Sommer damals sahen wir, wie das Eis vor unseren Augen geschwunden ist. 1993 war das Eis im Durchschnitt vier bis fünf Meter dick, heute ist es weniger als einen Meter dick.

„Weltweit am Meeresboden haben wir Mikroorganismen entdeckt, die Methan fressen und abbauen. Gäbe es diese Mikroorganismen nicht, hätten wir ein ganz anderes Klima, ja eine völlig andere Erde.“

Es heißt, die Arktis funktioniert wie ein Frühwarnsystem für den Klimawandel. Sind Sie durch Ihre Beobachtungen im Polarmeer auf das Thema Klima gekommen?
Antje Boetius  Es fing schon früher an, mit einem Forschungsprojekt über Gashydrate, also gefrorenes Methan im Meer. Unter Wasser lagern die größten Quellen an Methan, ein Treibhausgas, das 22-mal stärker als CO2 wirkt, was den Treibhauseffekt pro Molekül angeht, aber schneller abgebaut wird. Das Erstaunliche ist, dass trotzdem kaum etwas davon aus dem Meer entweicht.

Was passiert also damit? Weltweit am Meeresboden haben wir Mikroorganismen entdeckt, die Methan fressen und abbauen. Gäbe es diese Mikroorganismen nicht, hätten wir ein ganz anderes Klima, ja eine völlig andere Erde. Lange Zeit haben wir Wissenschaftler isoliert in unseren Disziplinen geforscht, die sogenannte Erdsystemforschung, die mich umtreibt, beschäftigt sich mit der Erde als Ganzes, auch als System, mit der Interaktion zwischen Mensch und Natur – dazu gehört auch der Klimawandel.

In Talkshows kritisieren Sie regelmäßig Politiker und deren Zurückhaltung beim Klimaschutz. Wann haben Sie gemerkt, dass es nicht reicht, zu forschen und Daten zu liefern, und dass Sie sich in die politische Debatte einmischen müssen?
Antje Boetius  Nach Vorträgen oder in Talkshows wurde ich als Meeresforscherin immer öfter zum Thema Überfischung oder zum Klimawandel gefragt, in der Nationalakademie Leopoldina gehört Politikberatung zu unseren Aufgaben. Natürlich informiere ich mich dazu auch selbst viel zum Thema Klima in allen Facetten. Die meisten Menschen leben mit dem Rücken zum Meer. Sie machen sich gar keine Gedanken drüber, wie ihr Handeln an Land, zum Beispiel in Bezug auf Kunststoffverbrauch, dann auf die Meere wirkt. In den vergangenen 20 Jahren habe ich meine Forschung darum mehr in diese Richtung entwickelt.

„Es gibt zwar vereinbarte politische Ziele, aber wir hätten längst viel ehrgeiziger sein müssen. Das 1,5-Grad-Ziel war ambitioniert, es gibt aber kein wirkliches Anzeichen, dass wir auf dem Weg dahin sind.“

Politiker reden viel übers Klima, doch jedes Jahr muss man als Fazit ziehen, dass wieder nicht genug dafür getan wurde. Denken Sie manchmal ans Aufgeben?
Antje Boetius  Nein, weil das ein fruchtloser Gedanke wäre. Ich bin manchmal traurig und sogar wütend, wenn fürchterliche Dinge passieren wie die Vermüllung der Meere und wir nicht genug Aufmerksamkeit auf die Zukunft lenken. Es gibt zwar vereinbarte politische Ziele, aber wir hätten längst viel ehrgeiziger sein müssen. Das 1,5-Grad-Ziel war ambitioniert, es gibt aber kein wirkliches Anzeichen, dass wir auf dem Weg dahin sind. Die Corona-Krise kommt letztendlich auch aus dem falschen Umgang mit der Natur. Es ist traurig, dass wir dieses Wissen nicht schon seit viel längerer Zeit nutzen. In den Regenwäldern zum Beispiel wird so eifrig abgeholzt wie nie zuvor. Wir verlangsamen den Umbau des Energiesystems, der Weltwirtschaft, den wir so dringend brauchen.

Antje Boetius

Wie muss dieser Umbau aussehen?
Antje Boetius Wir müssen die Nutzung fossiler Brennstoffe enorm zurückfahren. Sie sind nur deshalb so günstig, weil die Schäden, die sie verursachen, nicht eingepreist sind. Wir müssen unbedingt aus Subventionen an nicht nachhaltige Produktion aussteigen und aus der Kohle. Regenerative Energien müssen stattdessen günstiger werden.

Vor der Corona-Krise hat die Fridays-for-Future-Bewegung den Klimawandel so stark in unser Bewusstsein gerückt, wie es Politik und Wissenschaft vorher nicht geschafft haben. Was kann man von der Bewegung lernen?
Antje Boetius Es berührt uns natürlich, wenn Kinder und Jugendliche auf die Straße gehen und zu den Erwachsenen sagen: Ihr klaut uns unsere Zukunft, schämt euch! Fridays for Future sucht zwar wissenschaftlichen Rat und sammelt Fakten, kommuniziert aber über andere Kanäle und in einer anderen Sprache als die Wissenschaft. Außerdem mit einer viel größeren Reichweite. Kinder und Jugendliche denken in anderen Zeiträumen als Erwachsene, das ist eine wichtige Perspektive.

Der Corona-Shutdown wurde als gute Nachricht fürs Klima gefeiert. Zu Recht?
Antje Boetius Der Shutdown ist der Beweis dafür, dass der CO2-Ausstoß und die Luftverschmutzung zurückgehen, wenn wir anders reisen, arbeiten und Energie verbrauchen. Aber das Ganze ist natürlich keine Lösung. Auf der ganzen Welt haben wir nahezu aufgehört zu fliegen, die Industrieproduktion ging um 20 bis 30 Prozent zurück, der Verkehr ist eingebrochen, und trotzdem haben wir nach den Hochrechnungen in den ersten zwei Monaten nur sechs Prozent CO2 eingespart. Daraus können wir viel lernen. Weniger fliegen und Fleisch essen reicht nicht. Sondern es muss um den großen Umbau gehen, die Energiewende und den vollständigen Ersatz von fossilen Brennstoffen in allen Bereichen, im Verkehr, der Industrie, dem Bauen, dem Heizen, der Landwirtschaft.

Da ist fliegen ein Teil davon, aber nur ein kleiner. Dieses kurzfristige ungeplante, ja chaotische Einsparen durch Corona ist nicht der Klimaschutz, den wir brauchen. Was wir jetzt einsparen, wird außerdem vermutlich wieder aufgeholt, wenn die Wirtschaft wieder hochfährt und die Bürger wieder normal zur Arbeit gehen und sich was leisten wollen.

Was kann man aus der Corona- für die Klimakrise lernen?
Antje Boetius Beides ist ein globales Problem, bei dem es um internationale Zusammenarbeit geht, um Transparenz – man muss sich vertrauen können, um Lösungen schnell umzusetzen. Auch beim Klimawandel hat die Wissenschaft früh Probleme benannt, Daten erhoben und ausgewertet. Seit dem Ausbruch der Pandemie priorisiert die ganze Welt das Virus, der Klimawandel wurde nie so priorisiert.

„Beim Klimawandel sind wir selbst das Problem – und es ist sehr schwer, sich selbst zum Feind zu haben.“

Woran liegt das?
Antje Boetius  Politik und Industrie haben am Anfang kommuniziert, dass der Klimaschutz teuer ist und wir noch Zeit haben. Auch die Wissenschaft hat den Klimawandel als langwieriges Problem behandelt. Das ist leider nicht richtig, der Klimawandel ist ja schon längst da. Es gibt Katastrophen, wo man nur hinschaut, Tote durch Hitzewellen, Stürme und Überflutungen und gigantische Schäden. Wir hatten wieder einen enorm milden Winter und ein dürres Frühjahr. In Bangladesch gab es einen entsetzlichen Sturm und eine Flutwelle von fast fünf Metern, vor deren Zunahme Forscher schon seit vielen Jahren warnen. Es ist einfach unfassbar, welches Leid durch den menschengemachten Klimawandel entsteht.

Verdrängt die Krise den Klimaschutz, oder führt sie zum Umdenken?
Antje Boetius  Die Corona-Krise hat erst mal alles andere verdrängt, es geht darum, die Verbreitung zu verlangsamen, und das hat Vorrang. Der Virus wird wie ein fremdes Leben betrachtet, ein äußerer Feind, bei dem es uns leichtfällt, uns dagegen einzuschwören. Beim Klimawandel sind wir selbst das Problem – und es ist sehr schwer, sich selbst zum Feind zu haben. Wir dürfen aber die Probleme, die durch unsere Ausbeutung der Natur entstehen, nicht länger auf die zukünftigen Generationen verschieben.

 

Zur Person
Antje Boetius, geb. 1967 in Frankfurt am Main, ist Meeresforscherin, Leiterin des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven, Professorin der Universität Bremen und Mitglied der  Nationalakademie Leopoldina. Sie nahm an insgesamt 49 Forschungsreisen teil, bei denen sie mit U-Booten mehr als drei Kilometer tief getaucht ist. Zuletzt leitete sie große arktische Expeditionen. Außer der Tiefsee erforscht sie die Auswirkungen des Klimawandels auf  das Polareis und damit das Leben auf der Erde. Sie wurde unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz, dem Deutschen Umweltpreis und dem Leibniz-Ring ausgezeichnet.

Ihr  aktuelles Buch: „Das dunkle Paradies. Die Entdeckung der Tiefsee“ (zusammen mit ihrem Vater Henning Boetius, Bertelsmann, 2011)

Kulturtipps von Antje Boetius

Hören  Brittany Howard: „Stay High“
Der Song und das Musikvideo dieser Ausnahmesängerin stehen für mich für pure Lebenslust. Ich bin auch großer Fan des verstorbenen Musikers Prince und habe mich gefreut, dass ein besonders tolles Konzert von 1985 live gestreamt wurde, um Geld für die Weltgesundheitsorganisation im Kampf gegen COVID-19 zu sammeln.

Lesen Dirk Steffens und Fritz Habekuß: „Über Leben. Zukunftsfrage Artensterben“
Ein Blick auf die Bedrohung, aber auch die Schönheit und Relevanz der Artenvielfalt auf der Erde. Außerdem empfehle ich „Unsere Welt neu denken“ von meiner Kollegin, der Nachhaltigkeitsforscherin Maja Göpel. Eines meiner Lieblingsbücher bleibt Vernes „20.000 Meilen unter dem Meer“.

Sehen „Theater des Anthropozän“
Mit der Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin Sabine Kunst, dem Dramaturgen Frank Raddatz und weiteren Künstlerinnen und Künstlern haben wir vor Corona ein neues Projekt zum Leben erweckt, das Wissenschaft und Kunst verknüpft und der Natur eine Stimme gibt. Demnächst werden wir digitale Projekte dazu online stellen.“

Text Kathrin Hollmer
Fotos Jewgeni Roppel, Mario Hoppmann, Stefan Hendricks

Dieses Interview ist erschienen in Werde 03/2020