Werde Magazin - Goetheanum

Wo die Seele wohnt

Im kleinen Schweizer Ort Dornach entstand vor 100 Jahren auf einem Hügel ein Lebensraum in außergewöhnlicher Architektur. Mit Häusern, deren Schornsteine wie Blumen in den Himmel wachsen, und Fenstern, die sich einander zuneigen. Noch heute erleben die Bewohner ihre Umgebung als inspirierend, berührend und sehr lebendig.

Der gewaltige Bau erhebt sich wie ein riesiger Bienenstock. Das Goetheanum: plastisch modelliert, organische Formen aus grauem, massivem Beton, die Sprache der umgebenden Juralandschaft aufnehmend. Umgeben von einem lebendigen Dorf. Ein Schornstein, der wie eine Blume in den Himmel wächst, Fenster, die sich einander zuneigen, silbergraue Holzschindeln an runden Gebäudeteilen, Dachüberstände in immer neuen fließenden Formen.

Über die Weisheit der Menschen

Wenn Marianne Schubert die drei unregelmäßig angelegten Treppen zur Eingangstür des zweiten Eurythmiehauses betritt, erfüllen sie schon diese wenigen Schritte mit Freude. Weil sie das Hinein- und Hinausgehen jeden Tag anders erlebt. Weil die Häuser hier jeden Tag mit der Natur dem Lauf der Jahreszeiten folgen und Teil von ihr zu sein scheinen, statt nur in ihr zu stehen. Hinter der schweren, aber freundlichen Eichentür führt das schmale Treppenhaus hinauf in Marianne Schuberts Büro. Knarrende Holzdielen, ein Bollerofen, ein kleiner Klapptisch in einem Erker vor einfachen Holzfenstern. Der Duft von frisch aufgesetztem Getreidekaffee durchzieht blau getünchte Räume. Marianne Schubert leitet die Sektion für Bildende Künste am Goetheanum, der Hochschule für Geisteswissenschaften. Studenten aus aller Welt ergründen hier, was das Menschsein ausmacht. Das Studienfach: Anthroposophie, die Lehre von der Weisheit des Menschen. Der Zugang dazu führt über die Naturwissenschaften, die Astronomie, die Medizin, die Kunst und über eine Geisteslehre, die den Menschen in eine elementare Verbindung zwischen Erde und Kosmos setzt.

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In der Mitte des Büros steht eine Steinplastik eines brasilianischen Studenten. Marianne Schubert plant eine Ausstellung. Drei Schritte weiter entführt der Nachbarraum in die Anfangsjahre des Goetheanumhügels. Die Bildhauerin Edith Maryon lebte hier. Sie ließ die drei sogenannten Eurythmiehäuser errichten als Unterkunft für die vielen Künstler, die aus der ganzen Welt angereist waren, um am Bau des Goetheanums mitzuwirken. Und noch heute wirken die drei Gebäude, die sich in ihren Formen entsprechen, aber doch unterschiedlich sind, als würden sie aus Freude über diese Initiative einen Tanz aufführen.

„Es macht mich froh, dass ich meine Arbeit an einem so besonderen Ort ausüben kann“, sagt Marianne Schubert. „Ich entdecke immer wieder neue Dinge, die Gebäude stehen nicht nur im Einklang mit der Natur, sondern sind auch Ausdruck der Ideen, die hier gelehrt werden. Und das spürt man, je länger man da ist. Es steckt eine unglaubliche Weisheit in diesen Gebäuden. Es sind wirklich besondere Kunstwerke.“ Mit dem Entwurf des Goetheanums und den ersten sogenannten Nebengebäuden folgte Rudolf Steiner der Idee der Metamorphose, wie sie Goethe in seinen Naturbeobachtungen beschrieben hatte. Die Vielfalt der Natur entwickelt sich demnach aus einem Urmotiv heraus. Diesen Gedanken versuchte Steiner auf die Baukunst zu übertragen. Vom Hauptgebäude ausgehend, entstanden die Nebengebäude als Weiterentwicklung und Dialog zum Haupthaus. Alle Gebäude folgen einem Gedanken und entwickeln diesen weiter. Als Ganzes sollten sie einen lebendigen Organismus formen.

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Sinnesübungen und Seelenräume

Edda Nehmiz sitzt in ihrem Büro im Haus Schuurman und arbeitet an Seelenräumen. Sie ist verantwortlich für das Studien- und Weiterbildungsprogramm der Hochschule. Und weil sie bemerkt hat, dass den Menschen in einer rational und technisch geprägten Welt der Zugang zu sich selbst immer mehr abhandenkommt, entwickelt sie zusammen mit ihren Kollegen Ausbildungsprogramme, die dem entgegenwirken  sollen: „In unserem durch digitale Lebenswelten geprägten Alltag haben wir kaum noch echte Sinneserfahrung. Aber die sind doch Grundlage für die Bildung des Seelenraumes, in dem ich mich als Mensch in meiner Schönheit, Würde und mit meinem Potenzial erst als Mensch erkennen kann.“ Das Zimmer, in dem ihr Schreibtisch steht, hat eine kleine Grundfläche und ist gleichzeitig sehr hoch. „In der Eurythmie gibt es eine Stabübung, die die gleiche Geste macht wie dieses Zimmer. Es richtet einen auf, es arbeitet sich sehr angenehm in diesem Raum“, sagt Edda Nehmiz.

Nebenan im Saal richtet sie Stühle und Tische für eine Studentengruppe, die gleich hier arbeiten wird. Die Wände sind mit Holz vertäfelt, hohe Fenster mit solider Mechanik und Glas, das noch im Sandbett gezogen wurde. Gern würde sie hier modernisieren. „Aber du kannst nicht einfach irgendwelche Möbel hier reinstellen. Das ist man dem Gebäude schuldig.“ In einer Ecke steht ein Exemplar des sogenannten Schreinereistuhls, der nach einem Entwurf von Rudolf Steiner gebaut wurde und so etwas ist wie der Klassiker der anthroposophischen Möbelkunst. Das renommierte Vitra Design Museum widmete sich 2010 mit einer großen Ausstellung dem anthroposophischen Design und setzte die in die Jahre gekommenen Kunstwerke neben zeitgenössische Werken wie etwa den Chair One von Konstantin Grcic. Der Ausstellungskatalog zeigt eine Abbildung des ineinander verschachtelten und von Architekturkritikern gefeierten VitraHauses neben dem Dornacher Transformatorenhaus von 1921, das eine verblüffend ähnliche Formensprache aufweist. Es scheint, als hätten Architekturarchäologen in Dornach einen Teil ihrer DNA wiederentdeckt.

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Edda Nehmiz erzählt, wie sie an einem Sommerabend noch spätabends in ihrem Büro sitzt und drüben aus dem Saal plötzlich Geräusche hört, eine Stimme. Als sie nachsieht, begrüßt sie ein älterer Mann. Er erzählt, er habe hier vor vielen Jahren seine Sprachausbildung gemacht. Er habe so viel von diesem Ort bekommen und wolle jetzt in aller Stille zum Dank ein Gedicht sprechen. Ein Haus als Lebensbegleiter. Vielleicht ist es das, was der Architekt Henning Schulze- Schilddorf „lebendiges Gepräge“ nennt, das Beziehungen wie diese zwischen Architektur und Mensch hervorruft. „Klar, jeder Architekt würde sagen, dass er für Menschen baut. Aber was heißt das eigentlich? Für mich bedeutet das, dass Gebäude vom Leben durchdrungen sind“, sagt er.

Organische Architektur

Nach einer Ausbildung als Zeichner studierte Henning Schulze-Schilddorf viele Jahre die Architektur am Goetheanumhügel. Heute entwirft er in seinem Büro im Haus Farbentor selbst Gebäude im anthroposophischen Baustil. „Wir versuchen, dass das Künstlerische  Teil des Lebens wird, dass Gebäude die Seele der Menschen ansprechen“, sagt er. Und so lässt er etwa schlichte Stützmauern aus Beton nachträglich von Bildhauern bearbeiten, achtet auf die Auswahl der Baumaterialien ebenso wie auf die Beziehung zu den Handwerkern. „Denn alles, was in einen Bau fließt, fließt auch wieder zu den Menschen zurück, die später darin leben und arbeiten“, sagt Henning Schulze-Schilddorf. Am Fuße des Goetheanumhügels hat der Architekt ein buntes Mehrfamilienhaus gebaut. Wer mit den Bewohnern spricht, merkt schnell, dass sie sich hier wohlfühlen. Dass es Raum für Miteinander gibt und Rückzugsorte. Ein kleines Mädchen zeigt stolz seinen Lieblingsraum hinter dem Haus: einen Erdhaufen. Darauf ein Baumstamm, der über einen Bach ragt. Ein Seil zum Schaukeln. „Ist noch nicht fertig“, sagt der Vater. Man merkt es dem spielenden Mädchen nicht an.

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Einige Schritte unterhalb der drei Eurythmiehäuser steht das Haus de Jaager. Selbst in der bunten Nachbarschaft fällt das Wohnhaus mit seiner hohen, fensterlosen Front auf. Rund angelegt, umschließt der vordere Gebäudeteil einen zweiten kreisförmigen Bau: den Wohnbereich, der sich nach hinten zum Garten hin öffnet. Die Enkelin des Pariser Bildhauers Jacques de Jaager, Aurea Dienemann, ist hier aufgewachsen und lebt heute zusammen mit ihrer Familie in diesem Haus. Die Idee für das Gebäude hatte Jacques de Jaager mit einem Zirkel als zwei ineinander verschlungene Kreise zu Papier gebracht. Es sollte Atelier und Wohnraum zugleich sein. Als der Künstler zur Zeit des Goetheanumbaus mit nur 32 Jahren unerwartet verstarb, setzte Rudolf Steiner zusammen mit dem Architekten Paul Bay das Gebäude um. „Die Bildhauer, die tagsüber am Goetheanum die Schnitzereien anfertigten, haben hier abends weitergearbeitet.

Ein Haus für einen Kollegen zu bauen, das gibt ihm einen ganz besonderen Charakter“, sagt Aurea Dienemann. Zwar habe es einfache Pläne für den Bau gegeben, oft auf Schalungsbrettern skizziert. Aber im Wesentlichen sei das Gebäude während der Arbeit entstanden, mehr aus dem Prozess heraus als nach dem Reißbrett. Das Gebäude als Kunstwerk.

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Weiter oben vom Berg hört man leise das Geräusch einer Kreissäge. In der Schreinerei Baukunst entstehen Möbel für alle Lebensbereiche: Kinderstühle, Betten, Tische, Bienenkästen und sogar Urnen aus verschiedenen Hölzern. Und auch an diesem Ort verbinden sich Handwerk und Kunst. Thomas Schär ist Schreiner und Bildhauer. Er sagt: „Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass man nicht einfach Kisten baut, sondern sich fragt, in welchem Verhältnis das Möbelstück zum Menschen steht. Es ist doch interessant, überhaupt einmal zu fragen: Was hat der Mensch für eine Beziehung mit einem Stuhl, wenn er sitzt, mit einer Treppe, wenn er hinaufsteigt, mit einem Bett, wenn er darin liegt? In welchen Zustand gerate ich mit diesem Gegenstand, der sich mit mir verbindet?“ Für Thomas Schär ist es wichtig, dass sich Menschen mit ihrer Umgebung verbinden können. Dafür brauche es Zuwendung und Wärme schon bei der Herstellung. „Denn wo Architektur zunächst einen Umraum bildet, kommen Möbel sehr nah an uns heran.

Normen hinterfragen

Der Tastsinn hat hier eine besondere Bedeutung, und das muss ich als Möbelbauer beherzigen“, sagt Schär. Für Kindergärten und Schulen fertigt die Schreinerei Baukunst Tische und Stühle. Diese wachsen nicht nur äußerlich mit den Kindern mit, sondern sollen auch die innere Entwicklung der Kinder unterstützen. Und so zeigen die Stühle für die Jüngsten runde Formen, die weich, freundlich und behütend wirken. Die größeren Stühle sind klarer gestaltet, kantiger. Sie sind für ältere Kinder gefertigt, die beginnen, ihre analytischen Fähigkeiten zu entwickeln, und die aus einem beschützten Raum selbstbewusst in die Eigenständigkeit wachsen sollen. „Hinterfragt man gängige Normen, hat man so unendlich viele Möglichkeiten, diesen Freiraum zu gestalten. Das ist sehr spannend“, sagt Thomas Schär. „Mit einer Senkrechten und einer Waagerechten fängt ja eigentlich alles erst an. Zwischen Kugel und Kubus gibt es so vieles zu entdecken.“

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An der Gestaltung unendlicher Möglichkeiten arbeitet der Gärtner Benno Otter seit 33 Jahren. Nach seiner Ausbildung im biologisch-dynamischen Gartenbau ging der Niederländer in eine Camphill-Gemeinschaft nach Irland und drei Jahre später nach Dornach. Seitdem gestaltet er mit seinen Kollegen den Park am Goetheanum, den Raum zwischen den Gebäuden. Wie besonders und lebendig diese Aufgabe ist, lässt schon das eigenwillige Gärtnerhaus vermuten. Keine Seitenansicht des kleinen gelben Holzhauses gleicht der anderen.

Wer um das Gartenhaus herumläuft, erlebt einen stetigen Wandel. Ein Wandel, der von den angrenzenden Gemüsefeldern und der dahinter liegenden Parklandschaft jeden Tag aufs Neue erwidert wird. Und der Benno Otter immer wieder neu begeistert, auch nach so langer Zeit noch: „Wenn ich morgens in den Garten komme, ist es jeden Tag anders. Ich habe anderes Wetter, es schneit, es regnet, es scheint die Sonne. Im Frühling kommen die Krokusse, dann die Narzissen, der Lavendel. Im Herbst die Kürbisse und der Mais. Es ist wie eine große Symphonie, bei der Aufführung und Probe gleichzeitig ablaufen. Manchmal darf man die Pauken schlagen, oder man spielt die Triangel oder dann wieder die erste Geige.“

Elf Hektar Parkfläche pflegen und bewirtschaften die Gärtner nach biologisch-dynamischen Richtlinien. Benno Otter spricht vom „Organismus Garten“, was voraussetze, dass man zunächst schauen müsse, was vorhanden ist: der Boden, das Gestein, die Pflanzen, die Geschichte. „Daraus ergeben sich Möglichkeiten und auch Unmöglichkeiten“, sagt er. Möglichkeiten wie die einer Wiese, die so gemäht wird, dass sie immer ein Nahrungsangebot für Insekten und Schmetterlinge bereithält. Die auch als Weide für die Kühe dient, die mit ihrem Dung wiederum den Boden im Gemüsegarten versorgen. Neben dem Gemüsegarten haben die Gärtner einen Schnittblumengarten angelegt. Außerdem einen Obstgarten, einen Duftgarten, einen Heilpflanzengarten und einen Färbergarten. „Wir versuchen, den Menschen, die zu uns kommen, möglichst viele Bilder anzubieten. Damit sie erleben können, wie reich ein Garten sein kann“, sagt Benno Otter.

Die Seminare im Gartenbetrieb sind oft schnell ausgebucht. „Die Menschen haben große Sehnsucht nach Naturerlebnissen.“ Ein organischer Garten inmitten organischer Architektur. Seit 33 Jahren arbeiten Benno Otter und seine 20 Mitarbeiter an diesem Verhältnis. Ihr größter Verbündeter: die Zeit. Ein Park lebt in großen Rhythmen, die Veränderung ist stetig, aber langsam. „Wenn du etwas gestalten willst, kannst du das nicht in zwei, drei Jahren machen. Ich habe vor 20 Jahren Obstbäume und Nussbäume gepflanzt. Erst jetzt gedeihen sie so langsam“, erzählt Benno Otter. Und mit der Zeit entsteht das, was Benno Otter eigentlich im Sinn hat: Atmosphäre. „Pflanzen wachsen zwischen Himmel und Erde und sind beeinflusst von beiden. Damit versuchen wir zu arbeiten. Wir versuchen, den Kosmos auf die Erde zu holen.

Wenn eine Pflanze sich wohlfühlt, wenn man ihr den richtigen Ort ausgesucht hat, dann bildet sie eine Atmosphäre. Und wenn man das auf dem ganzen Areal schafft, dann wird die Atmosphäre sehr schön dicht.“ Wer sich über das Gelände am Goetheanum bewegt, der erlebt diese Atmosphäre unmittelbar. Ganz unterschiedlich, manchmal laut, dann wieder ganz leise. Zwischen den Bauten mit ihren reichen Formen, entlang der Wege des Parks, gelangt man zurück zur Natur und schließlich zum Wesentlichen: zur Natur des Menschen.

Das Goetheanum

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Inmitten einer rational-technisch geprägten Aufbruchstimmung Ende des 19. Jahrhunderts sucht die sogenannte Lebensreform nach alternativen Lebensentwürfen. Zu dieser Bewegung zählen auch die Anthroposophen, die im Vergleich zu anderen Lebensreformern nicht nur das Zurück zur Natur propagieren, sondern gleichzeitig den Fortschritt suchen. Und das in allen gesellschaftlich relevanten Lebensbereichen. 1913 errichtet die Anthroposophische Gesellschaft ein Jahr nach ihrer Gründung im schweizerischen Dornach das erste Goetheanum als Theater- und Versammlungsgebäude. Diesem Gründungsimpuls folgen mehrere Tausend Menschen nach Dornach aus Metropolen wie Berlin, Paris oder Moskau. Was die Bewegung an Ideen und Lebensentwürfen hervorbringt, soll sich auch in der Architektur ausdrücken. Im direkten Umfeld des Goetheanums entstehen viele Wohn- und Zweckbauten, deren Architektur die Formensprache des Hauptgebäudes aufnimmt.

Der organische Baustil ist weniger als Abbild der Naturformen gedacht, sondern folgt den Gesetzmäßigkeiten des Lebendigen an sich. Silvester 1922 wird das aus Holz gefertigte Goetheanum durch Brandstiftung zerstört. Das zweite Goetheanum wird mit Sichtbeton gebaut, als weltweit erstes Gebäude in dieser Bauart. Die felsige Formensprache der umgebenden Juralandschaft ersetzt jetzt die runden Formen des ersten Baus. Noch heute ist das denkmalgeschützte Goetheanum Sitz der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaften. Im Umfeld des Goetheanums entstanden mehr als 170 Gebäude im anthroposophischen Baustil. Dieser Baustil findet heute weltweit Anwendung und erlebt im Zuge der Nachhaltigkeit eine neue Aktualität.